Bündnis für Familie Ulm diskutiert Mehrgenerationenwohnen
Solidarität, Nachbarschaftshilfe, gegenseitige Unterstützung aber auch gemeinsam Spaß haben, das ist der Rahmen, der das Zusammenleben von Jung und Alt in Mehrgenerationenhäusern kennzeichnet. Das kam in den Vorträgen zum Ausdruck, die im Verlauf der Veranstaltung des Lokalen Bündnisses für Familie Ulm in den Räumen der Museumsgesellschaft vorgestellt wurden. Dr. Pinsler, Geschäftsführer der UWS begann mit der Präsentation des Projekts in der Schaffnerstraße, das bereits seit 2009 bezogen ist und als Besonderheit einen zweigruppigen Kindergarten und ein Cafe aufweist. Dieses wird von der Caritas betrieben, die auch die Organisation der Aktivitäten im Haus übernimmt. Herr Sieber, Sprecher des Solidarhauses in der Moltkestraße, berichtet, dass das Haus ausschließlich von Privatleuten betrieben und durch einen Verein organisiert wird. Wichtig ist beim Solidarhaus ebenso wie bei den anderen Mehrgenerationenhäusern, die Auswahl der Bewohner. Nur wer an der Idee der gegenseitigen Hilfe gefallen findet und bereit ist sich darauf einzulassen, ist als Bewohner geeignet.
Herr Neis, Vorstand der Ulmer Heimstätte, erläuterte zwei Vorhaben. Einen Neubau in der Weststadt, zwischen Söflinger und Moltkestraße, der kurz vor dem Abschluss steht und ein weiteres Projekt am Eselsberg, in der Weinbergstraße, das im Herbst 2011 bezugsfertig sein soll. Am Eselsberg wird mit der Stiftung Liebenau kooperiert. Hier ist die Besonderheit, dass aus dem Verkaufspreis Mittel in einen Fond abfließen. Von dessen Erträgen kann ein Sozialarbeiter bezahlt werden, der sich um das Gemeinwesen im Haus kümmert. In der Weststadt übernimmt diese Koordinationsaufgabe ein Verein, der von dem Vorsitzenden Herrn Grünitz vorgestellt wurde. Er berichtet von der Motivation, der Menschen sich für ein solches Wohnkonzept zu interessieren. Während junge Familien sich ein bisschen Hilfe bei der Betreuung der Kinder erhoffen, suchen die älteren Unterstützung, bei kleinen Arbeiten, die sich nicht mehr so leicht allein bewerkstelligen können. Wichtig sind sicherlich allen Bewohnern die sozialen Kontakte untereinander.
Alle Referenten waren sich einig, dass die Ausstrahlung in den Stadtteil also die Kooperation mit umliegenden Einrichtungen sehr wünschenswert sei und auch gezielt unterstützt würde. Zum Schluss betonte Barbara Münch, Vertreterin des Bündnisses für Familie Ulm, dass die Auswertung der unterschiedlichen Konzepte in drei bis fünf Jahren, wenn man mehr Praxiserfahrungen gesammelt hätte, sicher sehr interessant und aufschlussreich sein würde.
http://www.mgw-ulm.de
www.stiftung-liebenau.de
Zurück